LFG Denkmalpflege und Historische Bauforschung RWTH Aachen

Aktuelles:

Call for Papers - Kolloquium Rekonstruktion von Stadt und Stadtbild

Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung

Kolloquium
11. und 12. Mai 2017

Rheinisch-Westfälisch Technische Hochschule Aachen

Das Projekt

Am Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung der RWTH Aachen wird seit September 2016 das DFG-Projekt "Die Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung" durchgeführt.

Das zentrale Anliegen ist es, die Bedeutung der stadtgestalterisch genutzten Translozierung, also der Gebäudeversetzungen zur Schaffung eines historisch anmutenden Stadtbildes, in deutschen Großstädten im 20. Jahrhundert aufzuarbeiten. Diese bisher von der Forschung vollkommen vernachlässigte und ganz allgemein der Rekonstruktion zugeordnete Methode soll als besonderes Phänomen dokumentiert, untersucht und eingeordnet werden. Es hat sich im Rahmen der umfangreichen Vorarbeiten gezeigt, dass die Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung zwar umfänglich nachzuweisen, jedoch nur sehr fragmentarisch beschrieben ist, und dass die vergangenen und die aktuellen Debatten um Stadtbildrekonstruktionen hier kaum Differenzierungen beinhalten. Wir möchten über die deutlichere Etablierung des Begriffs Translozierung hinaus fragen, was genau ein in diesem Sinne rekonstruiertes Stadtbild architektonisch und städtebaulich konstituiert und welche Narrative daraus entstehen.

Die Workshops

Im Rahmen des Projektes werden jährliche Workshops durchgeführt. Ziel der Workshops ist es unser Projekt in den breiten Forschungskontext einzubinden, neue Forschungsansätze kennen zu lernen und sich intensiv über die hier bearbeiteten Themenkomplexe auszutauschen.

Wir möchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Architektur, Bau- und Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Stadtplanung, Stadtentwicklung und verwandten Disziplinen für Vorträge auf unseren Workshops gewinnen. Die Themen sollten einen aktuellen Forschungsbezug beinhalten und sich im Rahmen der Themenmatrix Stadtrekonstruktion {Stadtbild, Wahrnehmung von Stadt, Rekonstruktion, Translozierung} bewegen.

Interessierte Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis werden gebeten, bis zum 31.01.2016 ihr Thema mit einem Abstract von maximal 500 Wörtern einzureichen. Die Länge der Beiträge ist auf 30 Minuten begrenzt. Es wird Gelegenheit zu einem regen fachlichen Austausch gegeben.

Senden Sie Ihren Beitrag bitte an: Jan Richarz

Kontakt für weitere Anfragen:

Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung

Schinkelstraße 1 Reiff-Museum 1.OG 52062 Aachen

Tel.: +49 241 80 95235 Fax: +49 241 80 92388

E-Mail: mail@denkmalpflege.rwth-aachen.de

Staatssekretär Thomas Rachel (BMBF) überreicht Bewilligungsbescheid für Forschungsprojekt des Lehrgebiets

Das Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung der RWTH hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Bewilligungsbescheid für ein besonderes Projekt erhalten. Die Aachener Wissenschaftler um Professor Christian Raabe erforschen den Nachlass des Aachener Architekten, Bauforschers, Dombaumeisters und Stadtkonservators Leo Hugot (1925-1982). Dessen Erbe gilt als bedeutende Quelle für die Erforschung des Wiederaufbaus in der Nachkriegszeit im Köln-Aachener Raum. Den Bescheid in Empfang genommen hat unter anderem Leo Hugots Tochter, die Malerin und Glasbildnerin Irene Hugot-Rothweiler.

Bild (v.l.): Professor Christian Raabe, Staatssekretär Thomas Rachel, Irene Hugot-Rothweiler, Rektor Ernst Schmachtenberg und Professor Alexander Markschies, Dekan der Fakultät für Architektur. Quelle: Martin Lux

Ausstellung in Krefeld

Gemeinsam mit dem M:AI NRW (Museum für Architektur und Ingenieurkunst) und der THM Gießen (Prof. Norbert Hanenberg) zeigt das LFG Denkmalpflege der RWTH im Rahmen des Mies van der Rohe Award - European Union Prize for Contemporary Architecture - in Räumen von Mies van der Rohe in Krefeld eine Ausstellung.

Inhalt trifft auf Form: Die Ausstellung zum Mies van der Rohe Award 2015 findet erstmalig in einem Originalgebäude des Architekten Mies van der Rohe statt. So können sich Besucher selbst einen eigenen Eindruck machen von ausgezeichneter Architektur in meisterhafter Architektur. Das M:AI zeigt den renommiertesten europäischen Architekturpreis vom 19. Januar bis 12. Februar 2017 im „Mies van der Rohe Business Park“, der ehemaligen VerSeidAG, in Krefeld.

Ein Teil der Ausstellung präsentiert die Erforschung der VerSeidAG-Bauten

Das Industrie- und Baudenkmal, welches den heutigen Business Park ausmacht, ist eng verbunden mit dem Architekten Mies van der Rohe und der industriellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Krefeld. Gebaut wurden die Industriegebäude für die Vereinigten Seidenwebereien AG, kurz „VerSeidAG“, später ein Großunternehmen der Textilindustrie. Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe wurde mehrfach zur Planung und Realisierung der Fabrikbauten hinzugezogen. Ab 1930 beschäftigte er sich vor allem mit der Gestaltung des Büro- und Lagergebäudes für Herrenfutterstoffe sowie der Färberei. Die VerSeidAG-Bauten in Krefeld bleiben weltweit die einzigen Industriebauten des Architekten. Ergänzend zum Award zeigt ein Ausstellungsbereich exklusiv aktuelle Forschungsergebnisse zur Baugeschichte und Erhaltung der VerseidAG.

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 18. Januar 2017 um 19 Uhr. Krefeld, Girmesgath 5.

mehr Informationen beim M:AI

Führungen durch Ausstellung und Anlage: Sa. und So., 28. und 29. Januar, im Programm der 14. Krefelder Architekturtage "mehr mies".