LFG Denkmalpflege und Historische Bauforschung RWTH Aachen

Aktuelles:

Offensichtlich Verborgen - Die Aachener Pfalz im Fokus der Forschung

Über 2.000 Jahre Siedlungskontinuität und 1.200 Jahre alte Bauwerke prägen den Aachener Markthügel. Dabei gibt es bisher zur Stadtgeschichte an diesem zentralen Ort mehr Fragen als Antworten. Das Projekt Pfalzenforschung hat sich seit 2010 intensiv mit diesem Siedlungsbereich auseinandergesetzt.

Eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Archäologen, Bauforschern, Denkmalpflegern und Historikern ermöglichte es, die historischen Befunde neu aufzuarbeiten, und neue Forschungen zu Rathaus, Pfalz und Markthügel durchzuführen. Aufgrund der durchgeführten Arbeiten ist es nun möglich, die Geschichte dieses für die Geschichte und das Verständnis Aachens zentralen Bereiches genauer zu fassen und die Bauphasen den einzelnen Epochen besser zuzuordnen.

Mit Kurzvorträgen aus den verschiedenen Professionen werden an diesem Abend die Methoden und Forschungsergebnisse vorgestellt und allgemein verständlich erläutert.

Offensichtlich Verborgen
Die Aachener Pfalz im Fokus der Forschung

Termin: 27.04.2017, 18:30 Uhr
Ort: Aachen, Rathaus, Krönungssaal
Markt, 52062 Aachen
Eintritt frei!

Kolloquium "Rekonstruktion von Stadt und Stadtbild. Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung"

Im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes "Die Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung" veranstaltet das Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung ein Kolloquium vom 11. und 12. Mai.

Bisher wurde die Bedeutung der stadtgestalterisch genutzten Translozierung, also Gebäudeversetzungen zur Schaffung eines historisch anmutenden Stadtbildes, kaum thematisiert. Wir möchten über die deutlichere Etablierung des Begriffs Translozierung hinaus fragen, was genau ein in diesem Sinne rekonstruiertes Stadtbild architektonisch und städtebaulich konstituiert und welche Narrative daraus entstehen. Wir werden im Kolloquium eine Vielzahl an Beispielen aus dem 20. Jahrhundert beleuchten und sie in den Kontext der Forschung einzuordnen versuchen. Das Spannungsfeld der Beiträge beinhaltet bauhistorische, denkmalpflegerische, städtebauliche und entwerferische Perspektiven, außerdem blicken wir über den deutschen Tellerrand hinaus.

Wir laden Sie dazu ein, an diesem Kolloquium nicht nur teilzunehmen, sondern sich auch in den Diskussionen aktiv einzubringen.

Um Anmeldung wird gebeten, da wir aktuell nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung stellen können.

Rekonstruktion von Stadt und Stadtbild
Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung

Ort: Reiff Museum, Raum R2.15 Rokokotür
Schinkelstraße 1, 52062 Aachen
Anmeldung: Bis zum 02.05.17 Kontakt: Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung
E-Mail: mail@denkmal.arch.rwth-aachen.de
Telefon: +49 241 80 95235

Einführung des Masterstudiengangs "Architectural Conservation" an der GJU Amman (Jordanien)

In einer zukünftigen Nachkriegsordnung im Zusammenhang mit den kriegerischen Auseinandersetzungen in Teilen des Nahen Ostens, vor allem in Syrien und im Irak, wird es auch darum gehen, Stätten des baulichen Erbes der Region wieder zugänglich zu machen und konservierende oder restaurierende Maßnahmen zu ergreifen. Die Strukturen und Prozesse jedweder Art, die derartige Projekte unterstützen oder überhaupt erst ermöglichen, müssen gefestigt bzw. überhaupt erst installiert werden. Für diesen Zweck werden nach modernen Standards geschulte Fachleute vonnöten sein. Es geht dabei nicht alleine um jordanische Studierende, sondern auch um die mittlerweile Hundertausende aus arabischen Nachbarstaaten geflüchteten jüngeren Hochschulabsolventen. Hier liegt das Potenzial für die Ausbildung von Fachleuten, die für zukünftige Aufgaben im Bereich Kulturguterhalt, Restaurierung und Konservierung qualifiziert werden.

So ist, wenn auch im bescheidenem Rahmen, der Aufbau von Fähigkeiten für die zukünftige behutsame Wiederaufbauplanungen im historischen Kontext und die Projekte zur Sicherung des kulturellen Erbes der Region beabsichtigt. Darüber hinaus wird den Studenten/innen eine persönliche Perspektive aufgezeigt und es ist damit die Hoffnung verbunden, die Chancen auf eine Eingliederung in den lokalen Arbeitsmarkt verbessern zu können.

An der German Jordanian University (GJU) wird deshalb der Studiengang „MSc Architectural Conservation“ eingerichtet. Finanziert wird der Studiengang vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Projektes „Die Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“. Initiiert wurde der Studiengang vom "Archaeological Heritage Network" unter der Leitung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Kooperation mit dem German Academic Exchange Service (DAAD). Die Organisation wurde vom LFG Denkmalpflege und Historische Bauforschung (DHB) der RWTH Aachen University angeschoben in Zusammenarbeit mit dem postgradualen Masterstudiengang Denkmalpflege der TU Berlin und der German Jordanian University. Die Zusammenarbeit geschieht in Form eines „Cooperation Programs“ und von der deutschen Seite aus wird das Studienprogramm partiell durch Visiting Professors unterstützt.