Aachen – Wiederaufbau: Rekonstruktion durch Translozierung
2013–2016

Das Forschungsprojekt behandelt den Aachener Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg unter bauhistorischen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Seit 1930 praktizierte die Aachener Stadtplanung eine schon damals ungewöhnliche Methode: Bei Hausabbrüchen in der Innenstadt wurden historisch wertvolle Fassaden abgenommen und auf dem städtischen Bauhof gelagert, um später an anderer Stelle wieder in neuen Gebäuden eingesetzt zu werden. Während und nach dem Krieg wurden diese Translozierungen verstärkt angewandt, mit dem Ziel sich dem alten Stadtbild anzunähern. Bereits zur Bauzeit stark umstritten, steht die heutige Denkmalpflege diesen Mischbauwerken aus alt und neu und dem dadurch erzeugten Stadtbild zwiespältig gegenüber. Eine deutschlandweite Diskussion um den Denkmalwert von Wiederaufbauten und um die Architektur der Nachkriegszeit ist seit einigen Jahren in Gang. Bis heute gibt es keine wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Bauperiode in Aachen, die wegen der außergewöhnlichen Planung und Vorgehensweise eine Sonderstellung einnimmt. Zwei zentrale Fragen sind daher: Welches Stadtbild und welche Wirkung entstehen durch diese Kombinationen aus alt und neu? Und: wie ist deren Denkmalwert zu bemessen?

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Diversity Fund der RWTH Aachen aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder