Potentiale tradierter Baustoffe und Baukonstruktionen im Sahel
2010–2012

Das vorliegende Forschungsvorhaben ist als Kooperationsprojekt der Universität von Maroua und der RWTH Aachen geplant. Ziel ist die Untersuchung autochthoner Architekturen im Norden Kameruns, insbesondere der spezifischen für das Raumklima relevanten Eigenschaften der traditionellen Bauweisen und die Möglichkeit der Übertragung dieser Eigenschaften auf heutige Bauaufgaben. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf die Aspekte der Nachhaltigkeit beim Bau und Betrieb der Gebäude sowie auf die Kriterien der Behaglichkeit gelegt werden.

Hierzu sollen die baustofflichen, konstruktiven und bauklimatischen Parameter untersucht werden sowie die Frage, in welchem Zusammenhang die Bauweisen zu gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten stehen. Die Ergebnisse sollen in die Konzeption und den Bau eines Experimentalbaus münden, der in Selbstbauweise von Studenten der beiden beteiligten Fakultäten und lokalen Kräften errichtet werden soll.

Abschließend ist ein Monitoring vorgesehen, bei welchem die Funktionstüchtigkeit, die Akzeptanz, der Betrieb sowie die konstruktiven und bauklimatischen Aspekte des Gebäudes überprüft werden.

Langfristig sollen die Erkenntnisse über die Vermittlung der Universität von Maroua die lokale Bautätigkeit im Sinne einer ressourcenschonenden und klimagerechten Bauweise bereichern, da ihre auf Traditionen beruhenden Technik einen zeitgemäßen architektonischen Ausdruck erlaubt.

Projektpartner

Projektteam