Die Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung
2016–2019

Das zentrale Anliegen ist es, die Bedeutung der stadtgestalterisch genutzten Translozierung, also der Gebäudeversetzungen zur Schaffung eines historisch anmutenden Stadtbildes, in deutschen Großstädten im 20. Jahrhundert aufzuarbeiten. Diese bisher von der Forschung vollkommen vernachlässigte und ganz allgemein der Rekonstruktion zugeordnete Methode soll als besonderes Phänomen dokumentiert, untersucht und eingeordnet werden. Es hat sich im Rahmen der umfangreichen Vorarbeiten gezeigt, dass die Translozierung als Mittel der Stadtgestaltung zwar umfänglich nachzuweisen, jedoch nur sehr fragmentarisch beschrieben ist, und dass die vergangenen und die aktuellen Debatten um Stadtbildrekonstruktionen hier kaum Differenzierungen beinhalten. Wir möchten über die deutlichere Etablierung des Begriffs Translozierung hinaus fragen, was genau ein in diesem Sinne rekonstruiertes Stadtbild architektonisch und städtebaulich konstituiert und welche Narrative daraus entstehen. Methodisch soll dies vor allem durch die Quellenanalyse und eine gezielte analytische Beobachtung vor Ort erreicht werden, wobei eine präzisierte und um den städtebaulichen Kontext erweiterte Begriffsbestimmung als Grundlage dienen muss.

Projektpartner

Projektteam

Förderer

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)