Veranstaltungsreihe „Industriekultur“

Veranstaltungsreihe
„Industriekultur“

  • 28.04.2010/Essen
  • 01.12.2010/Köln
  • 04.05.2011/Aachen
  • 27.-28.11.2014/Wuppertal
  • 7.-8.4.2016/Krefeld

Unter dem Begriff der „Industriekultur“ verstand man in den vergangenen Jahrzehnten zugleich eine beeindruckende Entwicklung und gleichzeitig auch Bewahrung altindustrieller Objekte und Flächen. Jenseits aller theoretischen Bemühungen zur Begriffsbestimmung zeigt die Praxis eine reiche Fülle von Beispielen gelungener Revitalisierungen von Industriebauten und Werksarealen. Jeder Fall ist anders und dennoch lassen sich in der Vielfalt Fallgruppen erkennen. Diese Typen des Strukturwandels sollen beschrieben und reflektiert werden um so auf empirischem Weg zu einer wirklichkeitsbezogenen Definition der „Industriekultur“ zu gelangen. Mit dieser Präsentation, Reflektion und Diskussion von Industriekultur wird nicht nur ein Beitrag zum Verständnis der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart geliefert, sondern auch ein hoffentlich verbesserter auf Erfahrungen gestützter Umgang mit dem industriellen Erbe.

Das Ruhrgebiet war und ist einer der zentralen Orte ein wahrhafter Hort der Industriekultur, nun gewürdigt und gefeiert als Kulturhauptstadt Europas. Aus spezifischen Problemen wurden in Essen und im Ruhrgebiet überwiegend durch energischen Einsatz öffentlicher Gelder und durch das Engagement staatlich-/kommunaler Institutionen prägnante Antworten gefunden. Industrialisierung und daraus folgend Industriekultur aber war in den Industrieländern ein geradezu flächendeckendes Phänomen, bezog in Nordrhein-Westfalen alle Gemeinden und Städte und auch noch die entlegensten Landschaften in einen Prozess des Wandels ein. Andere Branchen als im Ruhrgebiet, andere Zeitphasen und Tempi des Strukturwandels und auch die vielfach beklagten geringeren Zuwendungen aus den staatlichen Haushalten haben außerhalb des Ruhrgebiets andersartige Lösungen erfordert. Bei allem Glanz, den derzeit das Ruhrgebiet ausstrahlt, sollen andere Ansätze und Abläufe des Strukturwandels nicht vergessen werden. Die rheinische Metropole Köln und Aachen mit ihren jeweils zugehörigen Regionen bieten lehrreiche Beispiele für den Umgang mit dem industriellen Erbe. Die Veranstaltungsreihe „Industriekultur“ wird sich besonders mit denkmalpflegerischen, behutsamen, substanzorientierten und ressourcenschonenden Ansätzen des Strukturwandels beschäftigen.

Die Veranstaltungsreihe umfasst 5 Tagungen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten mit jeweils eigenen thematischen Schwerpunkten. Die Veranstaltungen bauen thematisch aufeinander auf und nehmen Bezug zum spezifischen Hintergrund des industriellen Wandels auf.

Die Veranstaltung ist als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung der Architektenkammer NRW sowie der Ingenieurkammer geplant.