100303 Essen

Der industrielle Wandel: Das montanindustrielle Erbe als Chance für die nachhaltige Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

Das Ruhrgebiet hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit seinem montanindustriellen Erbe gesammelt. In der hier vorhandenen Vielfalt im Umgang mit altindustriellen Flächen ist das Ruhrgebiet ein Praxislabor für die zukunftsgerichtete Entwicklung altindustrieller Regionen. Als Pionier einer solchen Vorgehensweise und Entwicklung kann das Ruhrgebiet mit seinen Erfahrungen wegweisend für viele Regionen Europas sein, die am Anfang ähnlicher Entwicklungen stehen. Die Erfahrungen aus dem Strukturwandel im Ruhrgebiet können eine Vorbildfunktion für andere altindustrielle Regionen in Europa einnehmen. Insgesamt steht das Ruhrgebiet für Vielfalt im Umgang und in der Entwicklung ehemaliger montanindustriellen Flächen mit weit reichenden Folgen für die Stadt- und Siedlungsentwicklung. Das bauhistorische Erbe ist dabei Träger des „genetischen Codes“ im Sinne der Identitätsbildung und der spezifischen Ästhetik einer Region, aber kann zugleich auch Potential für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung sowie ein Lernort für vergleichbare Situationen sein.

Programm

09.00   Anmeldung – Kaffee – Begrüßung

09.30
Prof. Christa Reicher
Technische Universität Dortmund
Industriekultur: Gespeicherte Erinnerung, kulturelles Potenzial und Chance für die Stadtentwicklung

Milena Karabaic
Kulturdezernentin Landschaftsverband Rheinland
Industriekultur im Rheinland: Zur Möglichkeit eines Netzwerks zwischen Industriemuseen und Industriedenkmalpflege

Karl Jasper
Ministerium für Bauen und Verkehr NRW
Staatliche Großinvestitionen in die Industriekultur als Wesenselement des Strukturwandel im Ruhrgebiet

Kaffeepause

Prof. Dr. Wolfgang Ebert
MSP Impulsprojekt GmbH, Breckerfeld
Vier Eisenhütten – vier Erhaltungsansätze und ihre Resultate: Meiderich – Hattingen – Phoenix/Dortmund – Belval/Luxemburg

Dr. Wilhelm Busch
Architekturbüro Mönchengladbach
Bergbauarchitektur im Ruhrgebiet und ihre Erhaltung. Objekte und Projekte 1970 bis 2010 - eine kritische Bilanz -

13.00   Mittagspause

14.00
Prof. Dr. Hans-Werner Wehling
Geographische Landeskunde von Altindustrieländern/ Universität Essen-Duisburg
Die Idee der Kulturlandschaft und seine Übertragbarkeit auf das Ruhrgebiet. Das Beispiel: industrielle Kulturlandschaft Zollverein.

Dr. Birgitta Ringbeck
Ministerium für Bauen und Verkehr NRW
Städtebau als Programm. Gedanken zu einer konzeptionellen Neuausrichtung der Industriedenkmalpflege am Beispiel der Kokerei Zollverein

Prof. Dr. Walter Buschmann
LVR-Amt für Denkmalpflege
Das Industriedenkmal als Einheit aus städtebaulicher Anlage, Architektur und Ausstattung

Thomas Michael Krüger
TICKET B – Stadtführungen von Architekten GbR
Baukulturplan Ruhr – Architektur als Informationsträger der Industriegeschichte und Architekten als Stadtbilderklärer

16.00 – 17.00 Podiumsdiskussion mit Prof. Ulrich Borsdorf, Dr. Udo Mainzer, Prof. Dr. Christoph Zöpel, Prof. Kunibert Wachten Prof. Karl-Heinz Petzinka u.a.


Tagungsort

Zeche Zollverein
Schalt- und Umformergebäude(Halle 2) Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen
Tel.: 0201-2468-10

Parkmöglichkeiten
Parkplatz A1 bzw. A2

Weiterführende Dokumente